Der künstlerische Überlebenskit

 

Einführung

 

Der künstlerische Überlebenskit enthaltet mehrere Komponenten, deren Inhalt wechselnd ist und von jedem Teilnehmer abhängt. Dieser Kit kann anlässlich einer Kunstaktion geschaffen werden und geschenkt oder verkauft werden je nach den vorhandenen Bedingungen...

 

Was ist das?

Der Überlebenskit soll verwendet werden für ethische, menschliche, ja sogar humanitäre Probleme zu lösen... Er ist das Letzte das uns noch bleibt wenn alles um uns herum zugrunde geht, der letzte Gedanke der uns ermöglicht, die trübesten Ideen der Menschheit zu überdauern.

Als Beispiel besteht David Hurstel künstlerischer Überlebenskit aus einem ovalen, polierten Stein, einer Feder, um das Leben ein wenig zu erleichtern, einer Foto der Heiligen Jungfrau in lockerem Anzug.

 

Praktische Hinweise

Eine Dose ist zur Verfügung gestellt; die Größe entspricht einer Zuckerdose.

Preise verteilen sich zwischen 30 und 300 euros, im Falle eines Verkaufs gehen davon 5 euros an die Ausstellungsveranstalter.

Auf der Dose soll ein Etikett mit Namen des Künstlers und Inhalt der Büchse stehen. Jeder Kit soll von einer zehnzeiligen Einführung begleitet werden.

 

Ausstellungsperspektiven

- März – April 2003: Vom Publikum sehr gut empfangene Ausstellung von 40 Dosen in der Straßburger Galerie EADS und bei Laliocha. Zahlreiche Anträge von Künstler zur Beteiligung an dieser Initiative.

- Juni 2003: Auf Begehren eines Professors werden 25 Kits durch Studenten der Straßburger Architekturschule ausgeführt. Das Parlement des Arts wählt 7 davon aus für eine kommende Ausstellung in London.

- Juli 2003: Das Kollektiv Stop the War stellt 40 neue, für die Gelegenheit durch englische Künstler geschaffene Dosen vor. Die französischen Büchsen werden nach London gebracht.

Mit Heidelberg, Montréal und Tokyo sind Verbindungen aufgenommen und andere Angebote erreichen uns.

 

 

Vorhabenskizze

 

Heute herrschen Kriege, blutige Auseinandersetzungen, erzwungene Umzüge von Millionen Menschen, Flüchtlingsauswanderungen und auch Naturkatastrophen, die Einwohnern auf die Straße werfen. Was würden wir wesentliches mitnehmen sollen, wenn wir unglücklicherweise mit einer einfachen Büchse verreisen müßten? So bemüht sich jeder teilnehmende Künstler, die für sein Überleben wichtigen, unersetzlichen Elemente, Objekte, Spuren zu versammeln, und zwar nicht für sein materielles, sondern für sein geistiges Überleben.

-                     Ein neuer künstlerischer Begriff, der jedem unbegrenzte Freiheit gibt, die für seine individuelle Auffassung seines Überlebens zeugenden Objekte zusammenzufügen.

-                     Eine neue kulturelle Gangart: Bewohner, Schüler werden ebenfalls ihr Überlebenskit erfinden können. Die extreme Verschiedenheit der Umgänge wird auch von dem Reichtum und der Eigenheit des Individuellen zeugen.

-                     Eine wesentliche, an die zeitgenössischen Künstlern sowie an der Bevölkerung gestellte Frage. Was ist unerläßlich in unserer akkumulativen, hemmungslosen Konsumgesellschaft? Wie kann man in extremen Verhältnissen überleben?

 

Diese in Straßburg im März 2003, kurz vor dem Irakkrieg begonnene Aktion entfaltet sich seitdem in mehreren Ländern. In London haben 40 Künstler das Projekt übernommen und ausgebaut. Ausstellungen sind in Deutschland, in Spanien, in Kanada, in Japan geplant. Jede Ausstellung wird Gelegenheit sein, neue Überlebenskits zu gestalten. In manchen Städten haben Verbände sich schon in Bewegung gesetzt, um das Projekt zu übernehmen (Stop the War in London, Jugend Werkstatt in Frankfurt/Main, Origine in Montréal) und auch Künstler zaudern nicht, die Sache in verschiedenen Kulturnetzen zu verbreiten.


Künstlerische Überlebenskits haben ein Website: http://www.artisticsurvivalkit.org

 

Presse, Fernsehen, Werbung:

-                     France 3 Alsace (Sonntag, den 1. Mai)

-                     Dernières Nouvelles d’Alsace (26. April)

-                     The Guardian (London)

In Vorbereitung:

-                     Presse und Fernsehen für die Londoner Ausstellung im Juli

-                     Partnerschaft mit Title Films (Brüssel) Website

-                     Kontakte mit Berlin, Heidelberg, Ljubljana, Tokyo, Brüssel...

 

 

Das Parlament des Arts in Stichwörtern:

Das Parlament des Arts ist eine Künstlervereinigung. Sie beschäftigt sich mit Projekten die sich insbesondere im städtischen Bereich behaupten, da die Bewohner das Hauptziel sind.

Philosophen, Schriftsteller, Architekten und Stadtsoziologen treffen sich um die kollektive Phantasie berücksichtigenden Gedanken und Aktionen zu verwirklichen.

Das Parlament der kunste baut umfangreiche Projekte an, die sich an verschiedenen Partner richten: Gemeinde, Bank, Privatmäzen, usw.

Für weitere Information stehen wir zu Verfügung